Museum Angewandte Kunst
Museum Angewandte Kunst
Museum Angewandte Kunst
Kunde
Kulturamt der Stadt Frankfurt | Magistrat der Stadt Frankfurt
Kategorie
Sanierung | Museum
Bruttogrundfläche: 12.500 m²
Nettogrundfläche: 2.500 m² Brutto
Rauminhalt: 65.000 m³
Projektkosten: rund 6,5 Mio.
Architektur
Richard Meier Architects, New York
Sanierung:
exitecture architekten, Frankfurt am Main
Jahr
2010 - heute
Team
exitecture architekten| Friedrich Keller, Stephanie Bohm, Filip Eichler, Kathrin Fischer, Matthias Hohl, Daniela Deutsch, Susanne Mahr, José Alberto Pérez Romero, Alexander Schäfer

Bibliothek und Glastrennwände: Zwischen Glas und Schrankelementen schwingt der Rhythmus der Regale weiter – der Raum bleibt lesbar, transparent, gegenwärtig.

Neue Bürotrennwände: Die Schrank- und Türmodule greifen den Rhythmus der Regale auf – sie gliedern die Büros, bewahren den Fluss des Raums und lassen die ursprüngliche Struktur weiterhin spürbar werden.

Das Projekt zeigt die Sensibilität von Exitecture im Umgang mit dem Museum Angewandte Kunst, einem jüngeren, bedeutenden Bau von Richard Meier. Das Konzept stärkt dessen ursprüngliche architektonische Kraft und schafft zugleich Flexibilität für aktuelle Nutzungen und Besucherbedürfnisse. Neue Elemente wie Trennwände, Schrankmodule und Glasflächen orientieren sich an Maß, Rhythmus und Proportion der vorhandenen Architektur. Sie gliedern den Raum, reflektieren ihn, öffnen Blickachsen und bewahren die Wahrnehmung seiner Linien, Raumkanten und räumlichen Tiefe. So entsteht ein Zusammenspiel, das die ursprüngliche Architektur erfahrbar hält und Bestand und Intervention harmonisch verbindet.

Bistrotheke: Die Glasoberfläche der Theke spiegelt den Raum, ihre Kanten setzen die vorhandenen Linien fort und lassen die Theke fast entmaterialisiert wirken – der ursprüngliche Raumeindruck bleibt spürbar.

Raumhohe Durchbrüche vom Ausstellungsbereich zum Bistro: Die raumteilenden Wände nehmen vorhandene Deckensprünge auf und öffnen Blickachsen zum Bistro. So bleibt der Raum erfahrbar, während das Auge die Linien der nicht sichtbaren Fassadenteile ergänzt.

Anlässlich der Vorstellung des Sanierungskonzepts würdigte Richard Meier den behutsamen Umgang mit seiner Architektur und die Sorgfalt des geplanten Eingriffs: „It is a great pleasure for me to see the thoughtfulness of what is being planned for the Museum Angewandte Kunst. With appreciation.“ — Richard Meier

Blick vom Bistro in Richtung Ausstellungsbereich: Geschlossene Wände und gezielt gesetzte Öffnungen führen die ursprünglichen Raumkanten fort, gewähren Orientierung und lassen die Architektur Meiers spürbar werden, während die neue Nutzung eingebettet wird.

Windfang zum Terrassenzugang: Der Glaswindfang entmaterialisiert den Übergang und setzt die vorhandenen Raumkanten fort, schützt zugleich die klimatischen Bedingungen des Museums und bewahrt die Ablesbarkeit des ursprünglichen Raums.